Afrika: Alltag mit Affen

11/19/2017


Pavian Kamera


ein Middle und Fergus

Jeden Tag früh aufstehen!

Wie ich schon in meinem Oktoberreview angekündigt habe, wird es auf meinem Blog in nächster Zeit einige Posts zu meinem Aufenthalt in Afrika geben. Dies ist der erste und ich beschreibe euch in diesem, wie der Alltag auf einer solchen Affenaufangstation aussieht.
Der Tag begann immer sehr früh, ich bin um 6:30 Uhr aufgestanden, habe mich angezogen, Zähne geputzt und dann ging es auch schon los.
 Nach einem kurzen Fußweg zur Boma (eine Art Aufenthaltsraum), habe ich meine Wasserflasche aufgefüllt, noch schnell einen Keks gegessen und dann ging es zu der jeweiligen Station.

Frühstück erst nach der Arbeit, wo gibt es denn so was?

In Afrika! 
Um sieben begann die Arbeit an der jeweiligen Station, an der man eingeteilt war. Es gab z.B. Food Prep wo man vor allem Kisten schleppen musste und Kohl, Papayas und anderes Obst und Gemüse mit einer Machete schneiden musste (das hat wirklich Spaß gemacht). War man nicht bei Food Prep, dann war  in einer der vielen Gehege und hat sie sauber gemacht. 
Erst nach zwei Stunden Arbeit gab es dann Frühstück und auf das hat man sich auch immer gefreut. 
Am Anfang war es für mich wirklich komisch, erst zu arbeiten und dann ordentlich zu frühstücken (weshalb ich oft Kekse gegessen habe, bevor ich zu meiner Station gegangen bin). 
Jedoch gewöhnt man sich ziemlich schnell an diesen Rhythmus, genau wie man sich daran gewöhnt die wirklich mies riechenden Hinterlassenschaften der Affen weg zu machen oder das überall Ameisen und andere Insekten sind (ja auch in der Dusche und hin und wieder auch im Bett).


kuschelnde vervets

Mund offen

Eine Meerkatze in Mitten von Obst


Nach der Arbeit kommt die Arbeit

Zwei Stunden Arbeit reichen natürlich nicht aus, damit alles erledigt ist und so ging es nach dem Frühstück (9Uhr) wieder ran an die Arbeit. 
Ich muss jedoch sagen, dass die ersten zwei Stunden Arbeit immer am anstrengendsten waren. Man hatte in diesen Stunden wirklich viel zu tun ( vor allem körperlich)  und hatte keine Pause. Nach dem Frühstück jedoch kamen einfachere Arbeiten wie z.B. Gras für die Affen zu pflücken, Unkraut zupfen oder ein Gehege  beobachten und aufschreiben was die Tiere machen.


Das Highlight: Baboonwalk

Darauf habe ich mich immer am meisten gefreut (neben dem Abendessen und einer Dusche) auf einen baboonwalk. Übersetzt: Pavianspaziergang
Ja ihr lest richtig! 
Mit den kleineren Pavianen sind wir öfter zum angrenzenden Fluss oder Pool gegangen und haben dort Zeit mit ihnen verbracht und sie konnten in der Natur ihrem natürlichen Verhalten nachgehen. 

Wenn sie nicht mehr laufen wollten, dann sind sie neben dir gelaufen und haben die Hand hochgehalten, damit du sie hochziehst und sie auf deinen Schultern sitzen können. Wenn sie dann wieder runter wollten sind sie meistens einfach runter gesprungen, manchmal jedoch haben sie sich an deinen Haaren festgehalten und haben sich dann runter geschwungen. 
Ich kann euch sagen, dass das kein angenehmes Gefühl ist, wenn 8kg  an deinen Haaren hängen. 
Ein mindestens genau so schönes Gefühl ist, wenn sie auf deiner Schulter sitzen und anfangen zu pinkeln. Neben dem leckeren Geruch, fließt dir auch noch etwas warmes den Rücken herunter. Mmhhhh.

Aber all die schönen Momente, wenn sie in den Pool springen, miteinander spielen oder mit dir kuscheln entschädigen solche Vorfälle. 


zwei Meerkatzen

baby vervet

Rusty and Apple

Collage


Füttern, duschen, essen

Nachmittags wurden dann nochmal alle Tiere gefüttert und wie ihr seht gab es auf der Farm nicht nur Affen, sondern auch noch einen Strauß, zwei Esel, Gänse, ein Papagei und acht Hunde.
Ich habe oft das Füttern der Esel übernommen, weil es mir Spaß gemacht hat und ich außerdem auch noch kurz eine Streichelrunde einlegen konnte.
16 Uhr durften wir dann in unsere Unterkünfte und haben geduscht und uns fertig gemacht. Kurz das WLAN genutzt und dann ertönte auch schon die Glocke zum Essen.

Nach dem Essen saßen wir meistens noch ein wenig zusammen und haben geredet, gespielt oder das WLAN nochmal strapaziert.
20:30 Uhr ging es dann schon meistens zurück zu unseren Unterkünften, weil wir einfach so müde waren und es war nicht selten, dass ich noch vor 21 Uhr geschlafen habe. Ja tatsächlich so früh.


vervet auf Stange



streitende vervets Futter

Blattfressender Pavian

kleiner Pavian sitzend

Ein baboon auf meinen Schultern











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15 Kommentare

  1. Das hört sich wirklich nach einer sehr schönen Erfahrung an!

    Liebe Grüße :) http://sparkleandshineofmyworld.blogspot.de

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  2. Oha richtig tolle Eindrücke! Das mit den Affen ist stark! Aber auch stark, dass du dich nicht komplett weggekelt hast, wenn sie sich erleichtert haben. Den süßen Dingern kann man aber wahrscheinlich gar nicht böse sein ♥
    Liebe Grüße
    Dorie von www.thedorie.com

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  3. Oh wow sind die Bilder niedlich! Das Erste sieht vom Winkel so aus, als würde der Affe ein Selfie machen :D
    Wünsche dir weiterhin eine gute Zeit :)

    xx, rebecca
    rbcmrm.blogspot.de

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  4. Wow! Das ist ein toller Bericht! Gut, dass es solche Auffangstationen gibt! Afrika hat noch viel zu tun – vor allem was die Wilderei und die Behandlung von Elefanten betrifft.

    Liebst
    ♘ www.sugarpopfashion.com ♘

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  5. Die Bilder sind ja super süß und auch irgendwie lustig ^^. Klingt auf jeden Fall nach einer tollen Erfahrung, aber auch nach Anstrengung. Erst nach 2 Stunden Arbeit zu frühstücken wäre glaube ich nichts für mich xD
    Viele Grüße,
    Cindy
    www.fraeulein-cinderella.de

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  6. Wow Pierre, das sind so schöne Eindrücke! Ich fand die Bilder bei Insta schon klasse :) Ich werde sicherlich auch mal auf einer Farm mitarbeiten, allerdings bin ich eher so der Elefanten-Typ :D

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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  7. Was für ein toller Beitrag. Ich habe mich direkt beim ersten Foto in diese tollen Tierchen verliebt. <3 Zu gern würde ich auch mal dieses Leben auf einer Farm erleben!

    Alles Liebe,
    Verena
    whoismocca.com

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  8. Da hast du ja tolle Erfahrungen gemacht. :) Die Bilder sind richtig toll und die Affen total süß. Für mich wäre so eine Arbeit glaub nichts.

    LG Jasmin

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  9. Bei den süßen Bildern "überhört" man fast wie anstrengend die Arbeit gewesen sein muss. Hab großen Respekt vor allen, die das machen - Großartig <3

    Alles Liebe
    Christina

    www.wanderjahre.at

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  10. das ist ja ein toller Einblick lieber Pierre! finde es super spannend was du da erleben durftest und könnte mir das durchaus auch mal vorstellen! mein herz schlägt ja für Orang Utans - es würde mich also eher nach Borneo ziehen ;)

    hab einen schönen Sonntag,
    ❤ Tina von www.liebewasist.com

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  11. wow also ich muss sagen, du hast eine wunderbare erfahrung sammeln können. sowas ist nicht alltäglich und wenn man die chance hat sowas zu erleben muss man die chance nutzen. die äffchen sind ja so zuckersüss <3
    glg karolina von https://kardiaserena.at

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  12. Hi, coller Beitrag - interessant mal so einen Einblick zu bekommen. Mit den Affen zu arbeiten stelle ich mir superschön vor, auch wenn ich auf manchen Reisen auch schon erfahren durfte, dass die nicht immer nur nett sind :-)

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  13. Wow! Das muss ne tolle Erfahrung sein! Sie Affen sind echt süss. <3

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  14. Das ist ja mal ein tolles Erlebnis. Bei Giraffen mag ich auch gerne die langen Wimpern :) Das sind wirklich eindrucksvolle Tiere. Vor den Affen hätte ich allerdings auch ziemlich viel Respekt.

    Toller Post.
    Liebe Grüße,
    Mo

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  15. Wow, da werde ich ja echt grün vor Neid bei den Fotos und Beschreibungen über deine Zeit in Afrika! Ich will auch! Ich finde die Vorstellung total spannend mit anderen Tieren als Katz und Hund in Berührung zu kommen!

    Liebe Grüße,
    Pauline von https://yourcompanionsite.wordpress.com

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